Tiere begleiten meinen beruflichen Weg von Anfang an
Die Verbindung zwischen Mensch und Tier ist für mich nicht erst mit ECANIA entstanden. Schon zu Beginn meiner Ausbildung zur Ergotherapeutin war für mich klar, dass tiergestützte Arbeit einmal ein Schwerpunkt meines beruflichen Weges werden soll.
Ich begann parallel zur ergotherapeutischen Ausbildung die Weiterbildung im Therapiebegleithunde-Team mit meinen beiden damaligen Border Collies. Seitdem begleiten mich Hunde in meiner therapeutischen Arbeit – zunächst in Praxen, bei Hausbesuchen und in unterschiedlichen Einrichtungen, später insbesondere auch in der Arbeit mit älteren Menschen. 2010 schloss ich meine Ausbildung zur staatlich anerkannten Ergotherapeutin ab.
Mehr als Reiten
Pferde gehören seit meiner Kindheit zu meinem Leben. Schon als Jugendliche verbrachte ich einen großen Teil meiner freien Zeit und viele Ferienwochen im Stall. Misten, füttern, versorgen, beobachten und Verantwortung übernehmen gehörten genauso selbstverständlich dazu wie das Reiten.
Die Liebe zum Pferd beginnt nicht erst auf seinem Rücken.
Seit 2011 halte und versorge ich eigene Pferde. Ich durfte Jungpferde aufwachsen sehen, Pferde selbst ausbilden und anreiten und inzwischen auch die Geburt und Entwicklung eigener Fohlen begleiten. Pferde sind für mich deshalb nie Tiere geworden, denen ich nur während einer Arbeitsstunde begegne.
Sie gehören zu unserem Familienalltag. Das tägliche Leben mit unseren eigenen Pferden, ihre Versorgung und all die vielen Stunden gemeinsam am Stall haben meinen Blick auf Pferde mindestens genauso geprägt wie meine fachlichen Ausbildungen.
Wenn Beruf und Leidenschaft zusammenfinden
Irgendwann lag es nahe, meine therapeutische Arbeit und meine langjährige Erfahrung mit Pferden miteinander zu verbinden. 2017 schloss ich meine Ausbildung zur Reittherapeutin am Bildungsinstitut für Reittherapie (BfR) bei Markus Lauber ab und begann, meine eigene reittherapeutische Arbeit aufzubauen.
Mit den Jahren entwickelte sich daraus mehr. Ich erweiterte meinen fachlichen Schwerpunkt um reitpädagogische, natur- und erlebnispädagogische Ansätze und absolvierte entsprechende Weiterbildungen, unter anderem bei Jessica Nienhaus und im XATOSU Team Konzept®.
Pferdezeit zugänglich machen
Ein besonderer Teil meiner Arbeit ist es, Menschen Begegnungen mit Pferden zu ermöglichen, für die dieser Zugang sonst nicht selbstverständlich wäre – zum Beispiel Menschen mit Beeinträchtigungen, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen oder sehr jungen Kindern, für die viele klassische Reitangebote noch nicht vorgesehen sind.
Gerade kleine Kinder begegnen Tieren häufig sehr unmittelbar und intuitiv. Mit einem passenden Betreuungsschlüssel und altersgerechten Angeboten können deshalb schon ab etwa drei Jahren erste positive Pferdeerfahrungen entstehen.
Und wenn Feierabend ist?
Auch dann findet man mich häufig bei den Tieren. Am liebsten bin ich draußen in der Natur, mit unseren Pferden, unseren Hunden und meiner Familie. Ich reite gerne aus, fahre Kutsche und freue mich darüber, dass der Pferdevirus inzwischen auch in der nächsten Generation angekommen ist.
Pferde sind mein Beruf geworden – aber zum Glück nie nur mein Beruf.


